universal design – barrierefreies Design – integratives Design
bedeutet: flexible und freie Nutzung von Produkten, Technologien, Gebäuden und Plätzen des öffentlichen Lebens durch möglichst viele Menschen mit den unterschiedlichsten Fähigkeiten in verschiedenen Situationen.
Kompatibilität mit unterstützender Technik, eingesetzt von Menschen mit eingeschränkten Nutzungsfähigkeiten.
Rahmenbedingungen des universal design
gesellschaftliche Rahmenbedingungen:
demografischer Wandel, d.h. Zunahme der Anzahl älterer Menschen; Menschen mit körperlichen Einschränkungen als Teil der Gesellschaft.
Gesetzliche Rahmenbedingungen
1994 Ergänzung Grundgesetz Deutschland:
Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.
2002 Behindertengleichstellungsgesetz:
Verbot der Diskriminierung von Behinderten, Garantie des freien Zutritts zu Bildung und Arbeit, öffentlichen Gebäuden und Plätzen, Kommunikationstechnologien und Transportmöglichkeiten.
Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Erkennen von neuen, bisher unbeachteten profitablen Zielgruppen
Prinzipien des Universellen Designs
Für das Universelle Design wurden von einer Arbeitsgruppe aus Architekten, Produktdesignern, Ingenieuren und Forschern um den Begründer des Universellen Designs Ronald L. Mace am Center for Universal Design sieben Prinzipien erarbeitet, die als Richtlinien gelten. Denn diese Prinzipien können dazu benutzt werden, vorhandene Produktentwürfe zu bewerten, den Entwurfsprozess anzuleiten und sowohl Designer als auch Verbraucher über die Charakteristiken von einfacher zu nutzenden Produkten weiterzubilden.
Die Prinzipien für Universelles Design umfassen bestimmte Schlüsselelemente, die im Design berücksichtigt werden sollten:
Prinzip 1: Breite Nutzbarkeit
Das Design ist für Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten nutzbar und marktfähig.
Prinzip 2: Flexibilität in der Benutzung
Das Design unterstützt eine breite Palette individueller Vorlieben und Möglichkeiten.
Prinzip 3: Einfache und intuitive Benutzung
Die Benutzung des Designs ist leicht verständlich, unabhängig von der Erfahrung, dem Wissen, den Sprachfähigkeiten oder der momentanen Konzentration des Nutzers.
Prinzip 4: Sensorisch wahrnehmbare Informationen
Das Design stellt den Benutzer notwendige Informationen effektiv zur Verfügung, unabhängig von der Umgebungssituation oder der sensorischen Fähigkeiten der Benutzer. Unterschiedliche Modi für die Präsentation sich wiederholender Informationen vorsehen (bildlich, sprachlich, tastbar).
Prinzip 5: Fehlertoleranz
Das Design minimiert Risiken und die negativen Konsequenzen von zufälligen oder unbeabsichtigten Aktionen.
Prinzip 6: Niedriger körperlicher Aufwand
Das Design kann effizient und komfortabel mit einem Minimum von Ermüdung benutzt werden.
Prinzip 7: Größe und Platz für Zugang und Benutzung
Angemessene Größe und Platz für den Zugang, die Erreichbarkeit, die Manipulation und die Benutzung unabhängig von der Größe des Benutzers, seiner Haltung oder Beweglichkeit vorsehen.
Diese 7 Prinzipien des Universellen Designs können wiederum in 3 Kategorien eingeordnet werden:
Prinzipien, die sich in erster Linie mit dem Menschen befassen,
- Prinzip 3: Einfache und intuitive Benutzung
- Prinzip 4: Sensorisch wahrnehmbare Informationen
- Prinzip 6: Niedriger körperlicher Aufwand
Prinzipien, die sich in erster Linie auf den Prozess beziehen,
- Prinzip 2: Flexibilität in der Benutzung
- Prinzip 5: Fehlertoleranz
- Prinzip 7: Größe und Platz für Zugang und Benutzung
Prinzipien, die Mensch und Prozess überschreiten.
- Prinzip 1: Breite Nutzbarkeit